Die Corporate Identity (CI) ist nicht nur ein schönes Logo an der Hausfassade oder auf dem Briefpapier. Es ist viel mehr als das Design eines Unternehmens. Das CI besteht aus der Unternehmenspersönlichkeit, der Unternehmenskultur und der Markenstärke. Gibt es in diesem Corporate Identity-Konstrukt eine Abweichung, wird der Kunde misstrauisch, ist verärgert, enttäuscht. Und er wendet sich womöglich von einer Marke/einem Unternehmen ab. Und es tut weh, Kunden zu verlieren….

Mit der Corporate Identity des Unternehmens schaffen Sie ein einheitliches Erscheinungsbild. Sie differenzieren sich mit einem klaren CI im Markt und generieren bei den eigenen Mitarbeiter*innen Identifikation. Dies passiert nicht nur gegen innen, sondern auch gegen aussen, bei Ihren Fans und Kunden. Mit einer kongruenten Corporate Identity und widerspruchsfreien Aussagen steigern Sie im Markt die Glaubwürdigkeit und Wissenserweiterung über Ihr Unternehmen.

Viele Elemente prägen die Corporate Identity des Unternehmens. Es ist die gelebte Unternehmenskultur. Die Mission und Purpose, welche Sie als Unternehmen verfolgen. Wie gehen Sie als Unternehmen mit den Ressourcen um, welche Ziele verfolgen Sie? Haben Sie als Firma zu diesen Punkten eine gelebte Antwort?

Nur mit einer starken Positionierung, gelebten Werten und offener Kommunikation bleiben Sie auch in einer Krise glaubwürdig. Dies zeigt sich in der allgegenwärtigen Corona-Situation schonungslos. Falsche Fakten, unglaubwürdige Kommunikation und nicht zufriedenstellendes Verhalten können zum Boomerang werden.

Die Corporate Identity ist global zu verstehen. Sie verbindet die Corporate Communication (CC), das Corporate Behavior (CB) und das Corporate Design (CD) miteinander. Sprich das gesprochene und geschriebene Wort (CC), das Verhalten der Menschen im Unternehmen (CB) und die visuelle Erscheinung (CD). Diese müssen miteinander vernetzt sein und ineinander greifen. Ansonsten entstehen an den verschiedenen Berührungspunkten, welche der Kunde erlebt, Störungen.

Das gesprochene und geschrieben Wort der Corporate Communication muss in der Unternehmenskommunikation wie auch in der Marketingkommunikation immer einheitlich sein. Wie wird was und wann kommuniziert? Der Inhalt muss für die verschiedenen Zielgruppen entsprechend aufbereitet werden. Und immer das gleiche aussagen. Sei es bei der internen Kommunikation, bei der Produkt- oder Markenkommunikation. Sonst fehlt es an Glaubwürdigkeit. Und beachten Sie unbedingt: die Kommunikation muss immer von innen nach aussen erfolgen.

Mit dem visuellen Erscheinungsbild (Corporate Design) besetzen Sie gezielt Assoziationen und differenzieren und identifizieren sich im Markt. Sie werden beim Zielpublikum sichtbar und erlebbar. Zum Corporate Design gehört der Gesamtauftritt des Unternehmens: vom Logo, der Bildwelt, über die Farbe, der Kleidung bis zur Einrichtung und Architektur. All diese Markenelemente spiegeln Ihre Unternehmenspersönlichkeit.

Die Unternehmenskultur wird durch die Menschen im Unternehmen gelebt. Diese ist zwar nach innen gerichtet. Hinterlässt jedoch immer nach aussen die Wirkung! Das Verhalten (Corporate Behavior) Ihrer Mitarbeiter*innen und die Kommunikation beeinflussen somit direkt und indirekt Ihren Markenwert und das Kundenvertrauen.

Mit Ihrer Marke/Produkt und Ihrer Kommunikation wecken Sie beim Kunden eine Erwartungshaltung. Kann Ihr Produkt oder Ihre Mitarbeiter*innen selber dieses Markenversprechen einlösen? Oft besteht hier eine Diskrepanz zwischen der gelebten und der kommunizierten Markenbotschaft.

Leben Sie somit als Inhaber oder CEO Ihrer Firma immer das von den Mitarbeiter*innen gewünschte Verhalten vor. Sorgen Sie dafür, dass die Markenidentität von allen verinnerlicht wird. Bauen Sie ein Markenverständnis auf und verankern Sie ein Markenengagement. Die Mitarbeiter*innen sind Ihre Markenbotschafter und ihr Verhalten entscheidet über Ihre Markenstärke!

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